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Sehen was geht – zu Fuß durch die schöne Landschaft Polens Teil 1

Veröffentlicht am 12. August 2020

Kategorien: Gesundheit, Off-Topic

Sehen was geht! So lautete das Vorhaben unseres Akadademieleiters Markus Trier, mit dem er sehen wollte, wie viele Kilometer und wie lange er per pedes durch die schöne Landschaft Polens schafft, mit Pausenlängen von maximal 5 Minuten. Erfahren Sie welchen unerwarteten Schwierigkeiten Markus sich stellen musste, wie seine Vorbereitung aussah und welche Lehren er daraus gezogen hat, aus denen Sie selbst lernen können, oder bereits gelernt haben.

Warum? Ich mache mir eigentlich nichts aus Ausdauersport. Wie bereits auf der ersten Seite beschrieben, halte ich mich selbst für eher mäßig ausdauertrainiert. Meine Lauftätigkeit beschränkt sich auf ca. 3 x die Woche 30 Minuten Lauftraining mit mittlerer Intensität. Also das was so jeder Hobby-/Freizeitsportler als Minimum bezeichnen würde. Trotzdem finde ich es immer interessant, wenn es um maximale Leistungen geht, solche bei denen man seine Grenzen erreicht. Während beim Krafttraining die Übung häufig aufgrund des Muskelversagens abgebrochen werden muss, spielt beim Ausdauersport die mentale Kondition eine wesentlich größere Rolle. Der Muskel kann eigentlich noch, aber der Kopf will dann häufig nicht mehr. Diese Erfahrungen habe ich in meiner Bundeswehrzeit bereits häufiger machen können, während wir in verschiedenen Übungen, unter erschwerten Bedingungen recht beachtliche Entfernungen zurücklegen mussten. Was aber wäre, wenn das Ziel nicht vorgegeben und keine genaue Entfernung anvisiert wäre? Auch die Geschwindigkeit spielt keine Rolle, lediglich so lange gehen wie es geht, ohne Pause. Kommt man dann weiter oder nicht so weit?

Die Vorbereitung. Angesichts der Zielsetzung, kein bestimmtes örtliches Ziel zu erreichen, spielte die Vorbereitung eine geringere Rolle. Unter gegebenen Umständen zu schauen was geht, erfüllt den Zweck genauso, als wenn man sich perfekt auf die Situation vorbereitet hätte. Daher vielen meine Vorbereitungsmaßnahmen eher mager aus und bestanden aus dem Herunterladen der Komoot-App, dem Aufladen einer Powerbank und dem Einkauf von Energieriegeln. In Anbetracht dieser Vorfreude zog ich dann den Starttermin einige Tage vor, denn wozu warten, wenn man doch eigentlich bereit für den Aufbruch ist. Gesagt getan, ich informierte meine Frau über meinen Entschluss und noch am gleichen Tag legte ich um 14:00 Uhr los. Die GPS-Uhr war voll geladen, die Handy-App im Anschlag und der Rucksack war mit 3 Litern Wasser und 10 Energieriegeln bestückt. Ebenso führte ich umgerechnet 20 Euro mit, um auf dem Weg Wasser zu kaufen, denn ich wollte mein Gepäck so gering wie möglich halten. Auf dem Leibe trug ich ganz normale Sportkleidung, bestehend aus einer kurzen Laufhose und einem Funktionsshirt.

Als Schuhwerk hatte ich ganz normale Asics-Laufschuhe gewählt. Ein Fehler den ich später noch bereuen sollte. Über die App habe ich mir im Vorfeld eine Route zusammengestellt, die mit insgesamt 141 Kilometern für mich so nicht zu bewältigen gewesen wäre. Somit käme ich nicht in die Problemsituation, mein Ziel erreicht zu haben, jedoch noch nicht am Ende meiner Möglichkeiten angekommen zu sein. Auch überlegte ich, was wohl der Grund sein könnte, dass ich meine Tour irgendwann für beendet erklären würde. Hier kamen folgende Möglichkeiten in Betracht:

  • Krämpfe
  • Verletzungen/Schmerzen
  • Blasen
  • Kreislaufprobleme

Diese Reihenfolge repräsentiert auch gleichzeitig eine Wertung der Wahrscheinlichkeit diesen Umstand als Grund zur Aufgabe anzuführen. An meinem linken Knie wurde mir mit sechzehn der Meniskus entfernt und mit Krämpfen hatte ich bei der Bundewehr so meine Erfahrungen gemacht. Blasen an den Füßen waren mir eigentlich absolut fremd und mit Kreislaufproblemen hatte ich auch unter intensiven Belastungen noch nie zu kämpfen gehabt. Andere Gründe fielen mir nicht ein und schlossen sich daher sowieso aus. Ich sollte aber noch erfahren, dass diese Liste durchaus noch erweitert werden könnte.


Sie finden diesen Bericht Interessant? Dann lesen Sie Teil 2 und Teil 3, es wird weiter spannend!

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