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Depressionen brauchen keinen Grund

Veröffentlicht am 15. September 2020

Kategorien: Gesundheit

Die Tage werden kürzer, das Tageslicht wird schwächer. Auch wenn der September ein sehr sonnenreicher und warmer Monat war, ändert sich spürbar das Wetter und die Tage werden kürzer. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten steigt die Gefahr einer depressiven Gemütslage. Erschwerend kommt hinzu, dass Bewegung reduziert wird und die Nahrungsmittelauswahl häufig eher ungünstig ausfällt.

Neben diesen einflussreichen Faktoren spielt die derzeitige Situation in der Pandemie eine große Rolle. Soziale Kontakte werden immer noch stark reduziert und finden sie statt, fühlt man sich häufig im Umgang miteinander eingeschränkt und gehemmt. Während eine Depression immer vom Arzt diagnostiziert und mit geeigneten Maßnahmen und Therapien behandelt werden sollte, finden wir Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland.

Statistisch erleidet jeder fünfte Mensch im Laufe seines Lebens zumindest einmal eine depressive Episode mit Krankheitswert. Menschen mit einer Depression leiden unter innerer Leere, starker Antriebslosigkeit, negativen Gedanken und Emotionen. Dr.Sabine Gapp-Bauß liefert Ihnen einen roten Faden, um Therapien zu unterstützen und präventiv aktiv zu werden. Depressionen brauchen keinen Grund eine spezielle Empfehlung immer wieder, die von Ärzten, Heilpraktikern und Betroffenen selbst als unverzichtbare Unterstützung im Kampf gegen den Zustand der Gefühllosigkeit gilt – Sport und Bewegung.

Depressionen ind eine krankhafte psychische Störung.

Wer regelmäßig Sport treibt, kann das Risiko, eine Depression zu entwickeln deutlich verringern. Der präventive Nutzen von Sport wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien nachgewiesen. Bei diesen Untersuchungen wurde deutlich, dass es bereits bei geringfügiger körperlicher Betätigung einen positiven Effekt gibt. Es muss kein Leistungssport sein, viel wichtiger ist die Regelmäßigkeit der Einheiten. Schon ab einer Stunde Sport pro Woche kann das Depressionsrisiko deutlich gesenkt werden.

Die positive Auswirkung von Sport geht aber über den präventiven Nutzen hinaus. Denn auch in der akuten Phase einer depressiven Episode kann körperliche Aktivität zu einer Besserung der Symptome führen und damit zur Genesung beitragen. Bei der Depressionsbehandlung im stationären Setting sind deswegen Sport- und Körpertherapien als Ergänzung zu psychotherapeutischen und medikamentösen Verfahren Standard. Auch wenn es für die Betroffenen zunächst meist ein gewisses Maß an Überwindung kostet, wird regelmäßig von einer Aufhellung der Stimmung, mehr Energie und gesteigerter Unternehmungslust nach dem Sport berichtet.

Die Tagesstruktur normalisiert sich, das Körpergefühl bessert sich und Schlafstörungen werden positiv beeinflusst. Bei regelmäßiger Durchführung können die sportlichen Einheiten dabei helfen, die Antriebslosigkeit, unter der viele Betroffene leiden, zu bekämpfen und damit den Teufelskreis der Depression zu durchbrechen. Die positive Wirkung körperlicher Aktivität sowohl in der Prävention als auch in der Akutbehandlung von Depression lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen.

Auf neurophysiologischer Ebene werden bei körperlicher Anstrengung vermehrt Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin ausgeschüttet. Das Gleichgewicht dieser Neurotransmitter ist bei depressiv erkrankten Menschen beeinträchtigt, weshalb auch Antidepressiva die Wiederaufnahme von Botenstoffen in Zellen verzögern, um die Verfügbarkeit der Botenstoffe an den Rezeptoren zu verbessern.

Auswirkungen von sportlicher Aktivität bei Depression in der Übersicht

1. Negativen Gedanken davonlaufen. Viele Menschen bekommen erst beim Sport den Kopf frei und können negative Gedanken loslassen. Sport bietet also die Möglichkeit der Ablenkung von Grübelschleifen und negativen Denkspiralen. Weiterhin kann unterstützend hilfreich sein, sich beim Sport einer Gruppe anzuschließen und gemeinsam zu trainieren.

2. Steigern des Selbstwertes. Auch kann Sport den Selbstwert eines Menschen steigern. Depressive erkrankte leiden unter einer Störung der Vitalgefühle, also einer Beeinträchtigung der gefühlten Lebendigkeit und Energie des eigenen Körpers. Durch die Wiederaufnahme von körperlicher Aktivität bessern sich sowohl das Körpergefühl selbst wie auch das Vertrauen in den eigenen Körper und der Selbstwert.

3. Sport hält körperlich und psychisch fit. Regelmäßiger Sport hält nicht nur körperlich, sondern auch psychisch bzw. geistig auf Dauer fit. Körperliche Bewegung sorgt dafür, dass die mentalen Fähigkeiten, wie z.B. kritisches Denken, gutes Urteilsvermögen und neues Lernen aufrechterhalten werden. Auch Gemeinschaftssport in Kursen kann bei Depressionen helfen.

4. Besserer Schlaf aufgrund von Sport. Sport und andere körperliche Aktivitäten sorgen dafür, die Schlafqualität maßgeblich zu verbessern. Menschen, die sich regelmäßig sportlich betätigen, haben einen besseren und tieferen Schlaf und können auch schneller und leichter einschlafen, als Menschen die keinen Sport treiben. Wer eine gute Schlafqualität hat, profitiert von positiverer Stimmung, besserer Tagesstruktur und Antrieb.

Quelle: www. klinik-friedenweiler.de

 

 

“Take care of your body. It´s the only place you have to live.”

Jim Rohn